Titelbild des Artikel: «Den Gedanken aufzugeben hatten wir nie.»

«Den Gedanken aufzugeben hatten wir nie.»

Foto: Johannes Hofmann

Gemütlichkeit am Wasser

Kaffee, Craft-Beer, Eistee, Snacks, Kuchen und Glacé: All das bietet die "Kajüte", die im Mai 2018 auf dem Tränenbrünneli-Platz in Baden eröffnet worden ist. Fabienne und Jay Tanoa bewirten, zusammen mit ihrem Team, bis Ende September Gäste an der Limmat. Bis 2021 ist der Betrieb gesichert, wie es danach weitergeht entscheidet sich Mitte Juni.

Was war der Auslöser dafür, dass Sie aus Ihrer Idee, Ihrem Traum tatsächlich etwas gemacht haben?
Seit wir uns kennen - wir sind seit sieben Jahren verheiratet - haben wir gewusst, wir möchten im Bereich Gastronomie etwas zusammen auf die Beine stellen. Bei einem Spaziergang durch Baden haben wir uns nach einem Standort umgesehen. Weil die Limmatpromenade im Februar 2015 umgezont worden ist war dort neue ein Gastrobetrieb möglich.

Warum befindet sich Ihr Café in einem Schiffscontainer?
Die Idee kommt aus Neuseeland. Nach einem Erdbeben ist in Christchurch ein Dorf aus Schiffscontainern aufgebaut worden, mit Cafés und Restaurants, alles sehr bunt und fröhlich. Das hat uns inspiriert.

Wie kam die "Kajüte" zu ihrem Namen?
Wir haben, ganz klassisch, ein Brainstorming gemacht. "Gemütlich" war für uns ein wichtiges Stichwort. Auch die Nähe zur Limmat sollte in den Namen einfliessen. So kamen wir auf "Kajüte". Das Wort erinnert an ein Schiff, für mich steht es für das Kajütenbett, das ich mit meiner Schwester geteilt habe - was sehr gemütlich war.

Sommerliche Impressionen der Kajüte Baden
Foto: zvg

Es gab im Vorfeld diverse Einsprachen gegen das Projekt. Haben Sie zwischendurch die Hoffnung aufgegeben, dass Sie es tatsächlich umsetzen könnt?
Wir waren auf Einsprachen vorbereitet, aber dass es gleich 45 waren hat uns schon überrascht. Den Gedanken aufzugeben hatten wir nie.

Im März wurde der Betrieb der "Kajüte" für 2022 bis 2029 öffentlich ausgeschrieben. Was heisst das für Sie?
Wir hatten gehofft, dass wir früher Klarheit über die Zukunft der "Kajüte" haben. Wir denken positiv, aber die Ungewissheit ist belastend.

Mit dem "Triebguet" gab es schon eine Sommerbeiz an der Limmat. Ist die "Kajüte" Ergänzung oder Konkurrenz?
Wir haben ein gutes Einvernehmen. Das "Triebguet" wird von meiner Schwester geführt. Die "Kajüte" hat ein anderes Konzept, sie ist schon ab 9 Uhr geöffnet und bietet Frühstück und auch Mittagessen an. Im "Triebguet" finden Konzerte statt, und sie haben ein anderes Essensangebot. Ich denke, es hätte sogar Platz für eine weitere Sommerbeiz an der Limmat.

Was machen Sie im Winter?
Die Buchhaltung! Und bereits im Januar geht die Saisonvorbereitung los, dann schreiben wir die Stellen aus. Zudem machen wir für "Belief Sports", einem Onlinehandel für Sportbekleidung, den Vertrieb in Zentraleuropa. Dieses zweite Standbein brauchen wir im Moment noch.


Fabienne und Jay Tanoa
Fabienne Tanoa ist in Baden aufgewachsen. Die 32-Jährige hat Journalismus und Kommunikation studiert. Seit sie 16 ist hat sie in der Gastronomie gejobbt und besitzt das Wirtepatent. Jay Tanoa (39) stammt aus Neuseeland, er hat dort Gastronomie studiert und hat langjährige Erfahrung in der Gastronomie. Das Paar lebt mit seinem Sohn in Nussbaumen.

kajuete-baden.ch


Weitere spannende Geschichten finden Sie unter Junge Macher*innen.

Bild von Ursula Huber

Ursula Huber

Redaktorin «36 km» Das Magazin für die Limmatstadt, wohnhaft in Wettingen

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Ursula Huber

Redaktorin «36 km» Das Magazin für die Limmatstadt, wohnhaft in Wettingen