Titelbild des Artikel: «Wir sind alle sechs begeistert von unserem Bier und stehen voll und ganz dahinter.»

«Wir sind alle sechs begeistert von unserem Bier und stehen voll und ganz dahinter.»

Text: Ursula Huber, Redaktorin «36 km»

Allerlei Güxerei

Sie sind alle in Uitikon aufgewachsen, kennen sich aus der Schule und haben im Quartier zusammen Hockey gespielt: die sechs Üdiker Braufründe. Sie sind heute in den unterschiedlichsten Berufen tätig: Assistenzarzt, Feuerwehrmann, Schreiner, Neurodiagnostiker, Betriebswissenschaftler und Restaurantmanager. Was sie verbindet, ist die Leidenschaft für Bier.

Warum ist gerade Bier Ihre gemeinsame Passion, warum nicht Wein oder Whisky?

Raphael Schäfer: Das ist eine gute Frage. Vielleicht weil es das erste alkoholische Getränk war, das wir getrunken haben. Und wir mögen es alle gern. Der gesellschaftliche Aspekt spielt sicher auch eine Rolle: Zusammen ein Feierabendbier geniessen oder einfach ein Bier trinken gehen, das hat etwas Gemütliches.

Was braucht ein gutes Bier?

Das ist Geschmacksache. Ein Pils hat einen herben Abgang, ein India Pale Ale wird mit viel Hopfen gebraut, sodass es im Mund geschmacklich explodiert. Unser Huus-Bier war am Anfang zu bitter. Wir haben einen anderen Hopfen verwendet und daran herumgetüftelt, jetzt schmeckt es uns.

Was war der Auslöser dafür, dass Sie aus Ihrer Idee tatsächlich etwas gemacht haben?

Für Bier interessieren wir uns schon lange. Wenn wir zusammen essen gehen, ist das Bierangebot das Erste, was wir prüfen. Vor ein paar Jahren hat uns Andi für einen Braukurs angemeldet, ohne dass wir davon gewusst haben. Der Kurs hat an einem Samstag stattgefunden, und glücklicherweise hat das Datum allen gepasst. Wir waren alle begeistert, so wurde die Idee einer eigenen Brauerei geboren. Wir gründeten den Verein Üdiker Braufründe und eröffneten 2019 unsere Güxerei.

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Foto: Chris Iseli

Woher kommt der Name?

Als wir noch jünger und oft im Ausgang waren, sagten wir jeweils: «Lasst uns noch ein Güx nehmen.» Oder: «Güxemer no eis?» Und damit meinten wir natürlich ein Bier trinken. Huus-Güx ist Ihre Hausmarke, auch Fiirabig-Güx und Chrippe- Güx gehörten zu Ihrem Sortiment.

Sind weitere Sorten geplant?
Ende letzten Jahres haben wir Verschiedenes ausprobiert: ein Amber-Bier, ein India Pale Ale, ein Witbier mit Koriander und Orange, ein Stout. Das ist ein
dunkles Bier, sehr lecker! Was wir definitiv ins Sortiment aufnehmen, steht noch nicht fest.

Lokale Brauereien liegen im Trend, die Bierauswahl ist gross. Warum soll man ein Güx trinken?

Wer unser Güx einmal probiert hat, trinkt es immer wieder! Wir sind alle sechs begeistert von unserem Bier und stehen voll und ganz dahinter. Es wird von Üedikern mit Üediker Wasser und viel Leidenschaft gebraut. Auch der Ort, ein alter Kuhstall, ist etwas Besonderes. Wenn möglich, möchten wir unsere
Güxerei am 13. Juni offziell eröffnen.


DER VEREIN ÜDIKER BRAUFRÜNDE
besteht aus Raphael Schäfer, Martin Egloff, Riccardo Steffen, Roland Egloff, Andreas Bosshard und Flavio Benedetto. Sie sind zwischen 1988 und 1993 geboren. Raphael Schäfer und Flavio Benedetto leben als Einzige noch in Uitikon. Regelmässige Öffnungszeiten der Brauerei sind in Planung.
guexerei.ch


Weitere spannende Geschichten finden Sie unter Junge Macher*innen. Dieser Artikel ist Teil des «36 km» - das Magazin für die Limmatstadt.