Titelbild des Artikel: «Netzwerk ist eine Währung, ohne die viele Projekte nicht zustande kommen würden.»

«Netzwerk ist eine Währung, ohne die viele Projekte nicht zustande kommen würden.»

Vernetzung als Passion

Sie ist Webdesignerin, Online-Marketing-Managerin, Software-Testerin, Podcasterin, Bloggerin und Social-Media-Beraterin: Mona Sorcelli ist in der digitalen Welt zuhause. Viele Jobs macht sie ehrenamtlich. Eines liegt ihr dabei besonders am Herzen: die Vernetzung von Menschen, Ideen und Projekten.

Sie haben 2008 Ihre eigene Firma, Sorcelli Media, gegründet und sich damit einen Traum erfüllt. Wie ist es dazu gekommen?
Mona Sorcelli: Ich konnte damals meine Festanstellung reduzieren und meine Tätigkeit als Freelancerin ausbauen. Mein Fokus lag auf der Gestaltung und
Betreuung von Webseiten. Im letzten Herbst habe ich festgestellt, dass ich mich neu orientieren möchte. Ich habe die Ausbildung zur Sprecherin bei der
Speech Academy abgeschlossen und absolviere gerade den MAS Digital Marketing an der FHNW. Was nachher kommt, ist noch nicht klar, ich folge
meiner Passion.

Was war der Auslöser dafür, dass Sie aus Ihrer Idee, Ihrem Traum tatsächlich etwas gemacht hast?
Im Jahr 2005 ist meine Mutter gestorben. Ihr früher Tod hat mir gezeigt, dass ich Ideen und Projekte entweder umsetzen oder sie sein lassen muss. Oft entstehen Dinge auch aus der Not heraus. Ich stelle fest, dass ich etwas brauche, oder komme vielleicht durch ein Gespräch auf eine Idee und wie ich sie umsetzen könnte.

Junge Macherinnen Mona Sorcelli Laptop

Sie sind auf Social-Media-Kanälen sehr aktiv, oft auch auf ehrenamtlicher Basis. Mit welchem Ziel?
Mir ist das Vernetzen von Menschen wichtig. Netzwerk ist eine Währung, ohne die viele Projekte nicht zustande kommen würden. Mit ehrenamtlichen Tätigkeiten und sozialem Engagement kann ich Netzwerke aufbauen wie zum Beispiel «Digital Hub Limmattal» für Freelancer und Start-ups. Seit 2014 betreue ich den Twitter- und Instagram-Kanal für Dietikon ehrenamtlich. Aus diesen Tätigkeiten ist auch schon der eine oder andere Auftrag entstanden zum Beispiel mein Job als Social-Media-Beraterin für Dietikon.

Sie sind eine der Gründerinnen des Dietiker Coworking-Vereins Bureau.D. Was ist die Idee dieses Vereins?
Als ich vor 10 Jahren nach Dietikon gezogen bin, wollte ich Gleichgesinnte finden. Als «Digitale» habe ich auf Twitter gesucht und einige Leute gefunden. Wir planten, ein Gemeinschaftsbüro zu gründen mit der Idee, Freelancer zusammenzubringen und Know-how zu teilen. Nicht nur «Digitale», auch ein Schulpsychologe, ein Maler und ein Gartenbauer waren dabei.

Sie haben schon sehr viele Ideen – beruflich und ehrenamtlich – in die Tat umgesetzt. Was würden Sie gerne noch realisieren?
Ich möchte mit meiner Stimme arbeiten, zum Beispiel einen Pixar-Trickfilm auf Schweizerdeutsch synchronisieren. Schon als Kind war ich von diesen Filmen begeistert. Auch alles, was man über die Stimme steuert, ist für mich ein Thema: Voice Search, Voice Marketing, Stimmunterstützung. Wichtig ist mir, meine Kreativität ausleben zu können.


MONA SORCELLI (38)
ist in Rümlang geboren, hat in Dietikon die Lehre zur Geräteinformatikerin absolviert und arbeitet seit mehr als 20 Jahren im digitalen Bereich. Sie ist Präsidentin des Vereins Bureau.D, Vorstandsmitglied von Gleis 21, OK-Mitglied im Verein «Dietikon bewegt» und Helferin im Chrüzi-Kaffee– alles ehrenamtlich. Seit 10 Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Dietikon.
digital-limmattal.ch // bureaud.ch


Weitere spannende Geschichten finden Sie unter Junge Macher*innen. Dieser Artikel ist Teil des «36 km» - das Magazin für die Limmatstadt.

Bild von Ursula Huber

Ursula Huber

Redaktorin «36 km» Das Magazin für die Limmatstadt, wohnhaft in Wettingen

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Ursula Huber

Redaktorin «36 km» Das Magazin für die Limmatstadt, wohnhaft in Wettingen