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Neuer Unterschlupf für Eidechsen

Foto: Walter Schaffner

Text: Ursula Huber, Redaktorin «36 km»

Lernende der Walo Bertschinger AG betreten bald ungewohntes Terrain: Im März werden sie in den Weininger Rebbergen arbeiten. Grund dafür ist das "Projekt Eidechse", welches die Standortmarketing-Kommission Wein.Kom angeregt hat.

Der Wein.Kom geht es darum, die Biodiversität im Rebberg zu fördern und damit auch die Marke „Weiningen, das Weinbaudorf mit Charme“ zu stärken. In Absprache mit dem Eidechsenspezialisten Walter Schaffner hat sie sich entschieden, Steinlinsen im Wiesenbord zu erstellen und damit Zauneidechsen und weitere in der Region heimische Reptilienarten zu fördern.

Foto: Fritz Hintermann

Wichtig ist dabei der Übergang von der Steinlandschaft zum Altgrassaum, dem «Futternapf» der Eidechsen. Im Altgrassaum leben diverse Insekten. Deshalb ist die ursprüngliche Idee, eine Trockensteinmauer zu bauen, verworfen worden. Sie bietet gerade für Zauneidechsen ungenügende Ernährungsmöglichkeiten. Zudem gibt es in Weiningen keine geplatteten Steine für eine Trockensteinmauer.

Foto: Philipp Christen

Die Firma Walo Bertschinger AG mit Hauptsitz in Dietikon und weitere regionale Sponsoren haben sich bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen.

Vom 23. bis 27. März waren fünf Lernende der Walo-Gruppe im Rebberg in Weiningen an der Arbeit: Aleksandar Milovanovic, Burim Bajrami, Carlos Alves, Lars Meienberg, Laurent Shtanaj und ihr Chef, der Polier Manuel Köpfli. Wegen des Coronavirus waren sie in 2er- und 3er-Gruppen im Einsatz. Sie bauten verschiedene Steinlinsen in die Böschung, erstellten eine Steintreppe zum Rebhüsli, schliffen und lasierten das Holz am Rebhüsli und planierten die Zufahrt zum Rebberg.

Für die Verpflegung sorgen ansässige Winzerfamilien. Im Vorfeld vermittelt Walter Schaffner den Lernenden Wissenswertes über Zauneidechsen und andere einheimische Reptilien.