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Bier mit Charakter

Foto: LägereBräu

Ursprünglich, einzigartig und immer mit Herzblut: Biervielfalt im Limmattal ist gross. Lernen Sie hier die verschiedenen Brauereien kennen.

Ahoi Bier, Schlieren

Seit 2011 braut Markus Friederich in der Nanobrauerei Biere mit viel Herzblut. Auf dem selbstgebauten Sudwerk werden beste Rohstoffe verarbeitet und mit Liebe zum Detail hervorragende Kreationen geschaffen, wie das «Navigationsbier Pale Ale»: Ein erfrischendes, hopfenbetontes Pale Ale mit fruchtigem Hopfengeschmack und einem schönen Malzkörper. Friederich ist fasziniert von der Vielfalt an Rohstoffen und experimentiert gerne, zum Beispiel mit Eukalyptus oder Früchten.

Ahoi Bier, 8952 Schlieren; ahoi.bier@gmail.com

Brausyndikat, Dietikon

«Handgebraut in kleinen Mengen», so lautet der Slogan des Brausyndikat in Dietikon. «Mehr Handarbeit ist fast nicht möglich», erklärt Oliver Zemp. Zusammen mit drei Freunden braut er seit 2015 Bier, aktuell ca. 5000 Liter jährlich. Das Bier wird an Kunden aus Gastronomie und Detailhandel sowie an Privatkunden verkauft. Beim Brauen berücksichtigen sie auch alte Rezepte aus England. Ein Brausyndikat-Bier beinhaltet mehr Hopfen und Malz als ein Industriebier.

Brausyndikat GmbH, Grünaustrasse 21, 8953 Dietikon; info@brausyndikat.ch, 076 611 06 01

Greenhouse Brewery, Urdorf

Im Keller eines Einfamilienhauses in Urdorf brauen Roland und Martin Hofmann ihr eigenes Greenhouse Bier, und dies seit 2015. Anfänglich ausschliesslich für den Eigenbedarf gedacht, erfreute sich das Bier schnell grosser Beliebtheit und die Nachfrage stieg rasant. Inzwischen hat die Greenhouse Brewery fünf verschiedene Sorten im Angebot. Bei allen handelt es sich um obergärige, naturtrübe, aus Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe gebraute Spezialbiere. Das Team organisiert regelmässige Rampenverkäufe.

Greenhouse Brewery, Birmensdorferstrasse 142, 8902 Urdorf; info@greenhouse-brewery.ch, 076 539 12 24

Pfaffenbräu, Spreitenbach

Ein Inserat für einen gebrauchten 20-Liter-Brautopf hat den reformierten Pfarrer Stefan Siegrist zum begeisterten Hobbybrauer gemacht. 2015 hat er zusammen mit Patrik Binder und Patrik Schmid in Spreitenbach den Verein Pfaffenbräu gegründet. "Wir wollen ein ursprüngliches Bier brauen, dessen Herstellung nicht von Computern gesteuert wird", sagt Stefan Siegrist. Heute sind sie noch zu zweit und produzieren ca. 1000 Liter pro Jahr, zum Beispiel für den Limmatbeck in Spreitenbach oder die Grande Spaghettata der Guggemusik Bräusi-Vögel.

Pfaffenbräu, Chilegass 20, 8957 Spreitenbach; info@pfaffenbraeu.ch

LägereBräu, Wettingen

Nach ersten Brauversuchen in einer Wettinger Küche wurde 2007 die LägereBräu AG gegründet. Heute produziert die Kleinbrauerei jährlich 2600 Hektoliter. "In unserem Bier steckt viel Herzblut", sagt Geschäftsführer Simon Dankwa. "Der persönliche Bezug ist uns wichtig und auch, die Qualität konstant zu halten." Die an der Bier-WM 2016 errungenen Goldmedaillen seien eine Bestätigung für ihre Arbeit. Und natürlich der Zuspruch der Konsumenten: An der Badenfahrt 2007 war die Menge, die für das gesamte Fest produziert worden war, schon am Freitagabend ausgetrunken.

LägereBräu AG, Klosterstrasse 40, 5430 Wettingen; info@laegerebraeu.ch, 056 426 19 54

The Darkwolf Brewery, Dietikon

Salome Baumann und Stephan Troxler leben beim Brauen ihre Ideen aus. Sie brauen auch auf Bestellung und verwenden dabei von Kunden gewünschte Zutaten, zum Beispiel Kaffeebohnen, Fichtennadeln oder Most. "Aus wenig Zutaten entstehen so viele Geschmacksrichtungen", begeistert sich Salome Baumann für die Braukunst. "Mir ist wichtig, dass die Leute Verschiedenes probieren." The Darkwolf Brewery produziert rund 12 000 Liter Bier pro Jahr.

The Darkwolf Brewery AG, Lerzenstrasse 8, 8953 Dietikon; contact@darkwolf.ch, 078 730 09 90

Üdiker Braufründe, Uitikon

Sie sind alle in Uitikon aufgewachsen, kennen sich aus der Schule und haben im Quartier zusammen Hockey gespielt: Die sechs Üdiker Braufründe. Was sie auch verbindet ist die Leidenschaft für Bier. Seit 2019 brauen sie ihr eigenes Bier, «von Üedikern mit Üediker Wasser und viel Leidenschaft gebraut», wie Raphael Schäfer erklärt. Huus-Güx heisst die Hausmarke, auch Fiirabig-Güx und Chrippe-Güx gehörten zum Sortiment.

Üdiker Braufründe, Üetlibergstrasse 2, 8142 Uitikon Waldegg; guex@uitikon.ch

Foto: Chris Iseli

Patschiifig Bräu, Brugg

"Nimms patschiifig", sagen die Churer. Das bedeutet, es gemütlich zu nehmen. Unter diesem Motto brauen Mark Voser und Urs Luzi seit 2012 eigenes Bier, rund 2000 bis 4000 Liter pro Jahr. "Wir wollten ein herbes, voluminöses Bier machen, das man geniesst wie einen guten Wein", erklärt Urs Luzi. Man schmeckt, dass dieses Bier handgemacht ist, und das ist so gewollt.

Patschiifig Bräu, 5200 Brugg; info@patschiifigbraeu.ch

Malz Maul, Ennetbaden

Back to Memphis, Low Voltage oder Voodoo Child: So heissen die aktuellen Biere von Malz Maul. Für die Namen lassen sich Sebastian und Andreas Niessner von der Rock- und Bluesmusik inspirieren. Seit 2010 brauen die Brüder Bier, rund 30 Hektoliter pro Jahr. «Wir riechen an den Zutaten, an Gewürzen, an einer Kirschblüte und lassen uns inspirieren», erzählt Sebastian Niessner. Wichtig sind ihnen natürliche Stoffe. Wer eines ihrer Biere trinkt darf eine Geschmacksexplosion erwarten.» Das Motto: «Malz Maul und trink!»

Malz Maul, Oederlin Areal, Badstrasse 11, 5408 Ennetbaden; info@malzmaul.ch