FE+MALE zeichnet Unternehmen für Chancengerechtigkeit aus

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(CONNECT) Die Denkfabrik FE+MALE hat am 17. März im Gottlieb Duttweiler Institut, Zürich, zum ersten Mal die Konferenz BFBI Biennal durchgeführt und Unternehmen für Geschlechtergerechtigkeit und Chancengerechtigkeit im Unternehmertum mit dem Biennal Award ausgezeichnet. Hierfür hat im Rahmen der Beat the Funding Bias Initiative (BFBI) eine Fachjury unter der Leitung von Frédéric Lauchenauer, dem Präsidenten der Business Angels Switzerland, drei Sieger gekürt: das Einrichtungsunternehmen IKEA Schweiz, die Entwicklungsorganisation International Trade Centre (ITC) und die Investmentgesellschaft IGravity

„Hundert Bewerbungen und die ausgebuchte Konferenz zeigen, dass es Pioniere im Land gibt. Diese wollen wir sichtbar machen und einen Wandel anstossen“, sagte FE+MALE-Präsidentin Patricia Montesinos. Ziel von BFBI ist die Sensibilisierung für unbewusste Vorurteile. Diese sind ein Grund dafür, dass etwa nur 7 Prozent der frauengeführten Start-ups eine Finanzierung erhalten und Investierenden erfolgreiche Beteiligungen entgehen. 

Der Preis für moderne Führung & Unternehmenskultur ging an IKEA Schweiz. Dieser bestärke dabei, diesen Weg weiterzuverfolgen, sagte Diversity-Managerin Ina Rhöös, die den Preis mit Personal-Manager Stefano Santinellientgegennahm. Das von der Welthandelsorganisation WTO und den Vereinten Nationen getragene International Trade Centre (ITC) mit Hauptsitz in Genf erhielt den Preis für Entscheidungsfindung & Wertschöpfungsketten. Program Officer Judith Fessehaie verwies darauf, dass das ITC weltweit 10‘000 Unternehmerinnen in 90 Ländern begleite. Für die Impact-Investment-Firma IGravity mit Sitz in Zürich, hat Verwaltungsratsmitglied Heidi Foppa den Preis für Mobilisierung von Kapital & gesellschaftliche Wirkung entgegengenommen. 

Zentrales Element der Konferenz war, dass das Publikum teilhaben konnte an einer verkürzten Masterclass – einem der Formate, die FE+MALE für Organisationen anbietet. Interaktiv und praxisorientiert wird dabei erarbeitet, welche unbewussten Vorurteile die Wahrnehmung steuern und wie sie zu überwinden sind. „Wir sehen nie das komplette Bild und suchen nach Ähnlichkeiten – das prägt Entscheidungen“, erklärte Trainerin Bruna Toubia. Und um Vorurteile anzugehen, ergänzte Co-Trainerin Lidia Zabala, müssten wir uns ihrer zunächst bewusst werden: „Der Schritt vom Bewusstsein zum Handeln ist entscheidend, um Erfolg zu ermöglichen.“

Die Diplomatin Isabelle Gomez Truedsson vom Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA präsentierte exklusiv, wo die Schweiz bei der Einführung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen steht. „In Bezug auf Ziel 5 der Geschlechtergerechtigkeit sind wir nicht auf Kurs, es bis 2030 zu erreichen“, sagte sie. Es brauche bei der momentanen Geschwindigkeit rechnerisch 286 Jahre, um den geforderten rechtlichen Schutz vor Ungleichbehandlung sicherzustellen. Insgesamt liegt die Schweiz auf Platz 26 von 167; im Juni erscheint der Bericht zum aktuellen Stand. 

Zudem haben Fachleute beleuchtet, welche wirtschaftliche Bedeutung Geschlechtergerechtigkeit besitzt und wie unbewusste Vorurteile ausgehebelt werden Die Ökonomin Dr. Mara Catherine Harvey sagte etwa in ihrem Vortrag: „Gender Equality ist ‚survival oft he fittest‘ in Bezug auf die Fähigkeit eines Landes zu wachsen.“Experten wie Lorenzo Ambrosini von der Tessiner Stiftung für Innovationsförderung Agire und der Leiter der Berner Standortförderung Simon Enderli erklärten, wie sie den Aspekt in der Praxis einfliessen lassen. 

Um den weiteren Weg gemeinschaftlich festzulegen, hatte FE+MALE das Fachpublikum dazu eingeladen, über potenzielle Schwerpunkt-Initiativen abzustimmen. So wurde unter anderem entschieden, Start-ups und Investierende in einem neuen Format zusammenzubringen und auch an Schulen für unbewusste Vorteile zu sensibilisieren. 

Die BFBI vereint über 50 Organisationen und Führungspersonen aus Bildung, Wirtschaft und Politik, darunter die Gebert Rüf Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung und die Standortförderung des Kantons Bern. „Wer sich uns anschliessen will, ist herzlich willkommen“, so Patricia Montesinos. ce/yvh

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