Forschende messen mit Umwelt-DNA die Biodiversität in Bhutan

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(CONNECT) Die Initiative WildinSync untersucht in Bhutan, wie sich Infrastrukturmassnahmen auf die Artenvielfalt auswirken. Die Initiative wird von Loïc Pellissier geleitet, Professor an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Wie die WSL in einer Mitteilung informiert, soll auf Basis von Umwelt-DNA, Fernerkundung per Satellitendaten und Künstlicher Intelligenz (KI) die erste landesweite Biodiversitätskarte erstellt werden. Mit ihr soll ein Indikator für Veränderungen der natürlichen Lebensräume infolge von wirtschaftlichem Wachstum vorliegen. 

In Bhutan seien Infrastrukturmassnahmen geplant wie beispielsweise Wasserkraftprojekte und das Technologiezentrum Mindfulness City. Damit Wirtschaftswachstum und der Schutz von Natur und unzähligen Tierarten nebeneinander bestehen können, soll das Monitoring die Auswirkungen von Klimawandel, einer veränderten Landnutzung und von Grossprojekten wie die Mindfulness City zeigen.

Basis für die erste landesweite Erfassung der Artenvielfalt ist laut WSL die Umwelt-DNA (eDNA). Dieses genetische Material geben Organismen auf natürliche Weise an ihre Umgebung ab, etwa über Hautzellen, Speichel oder Exkremente. Die genetischen Spuren gelangen durch Regen in Flüsse und Bäche, wo sie durch das Filtern von Wasserproben gesammelt werden können. Die DNA-Proben, die laut Mitteilung in 200 Entnahmestellen entnommen werden, sollen im ersten eDNA-Labor des Landes verarbeitet werden. Es ist seit Frühjahr 2025 in Betrieb und wurde von WildinSync mitbegründet.

Aus den Daten können Forschende Rückschlüsse auf dort lebende Tierarten ziehen, ohne sie in ihren Habitaten beobachten oder fangen zu müssen. Pellissier weist auf den hohen Aufwand bisheriger Methoden hin: „Traditionellerweise basiert Monitoring auf der Arbeit von Experten, die Arten vor Ort identifizieren oder Kamerafallen aufstellen, was beides sehr kostspielig und arbeitsintensiv ist“, wird er zitiert. ce/heg

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