(CONNECT) Das Zusammenspiel von Geräuschen und Seheindrücken beeinflusst, wie erholsam Menschen Grünräume empfinden. Diese Interaktion hat Umweltpsychologin Nicole Bauer von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersucht, wie aus einer Mitteilung der WSL hervorgeht. Aufgrund dieses Zusammenspieles gibt es aber auch die Möglichkeit, den Erholungswert von Grünräumen durch eine entsprechende Gestaltung zu erhöhen.
„Ist ein kleiner Park von lauten Strassen umgeben, kann man das wahrscheinlich nicht ändern. Aber man kann Bäume hineinpflanzen“, wird Bauer zitiert. Dadurch würde sich die Wahrnehmung der Landschaftsqualität erhöhen – und somit der Erholungsgrad, obwohl die Geräuschkulisse dieselbe bleibt. Darüber hinaus könnten negativ empfundene Geräusche mit positiv wirkenden Geräuschen übertönt werden, also zum Beispiel Verkehrslärm mit Wasserplätschern. „Deshalb kann beispielsweise auch ein Brunnen die Erholsamkeit verbessern“, sagt Bauer, schränkt im Hinblick auf ihre Untersuchungen aber auch ein: „Möglicherweise lag das aber auch daran, dass wir keine extrem lauten Naherholungsgebiete fanden.“
Die Forschenden um Bauer haben Naherholungsgebiete in zehn verschiedenen Gemeinden untersucht und dabei mehr als 300 Personen befragt. Ihre Beobachtungen haben sie dann mit Fachleuten, auch vom Bundesamt für Umwelt, diskutiert. Die Ergebnisse sind in den Publikationen „Hören und stören?“ und „Geräuschwahrnehmung und Erholung in perirubanen Landschaften“ veröffentlicht worden. ce/jh