(CONNECT) Schweizer Jungunternehmen haben in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres insgesamt 1,245 Milliarden Franken Risikokapital einsammeln können, heisst es in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Venture Capital Report. Er wird halbjährlich von der Luzerner Startupticker Foundation und ihrer Plattform startupticker.ch sowie von Venturelab aus Schlieren und seiner Plattform startup.ch in Zusammenarbeit mit der Swiss Private Equity & Corporate Finance Association, dem Dachverband für Schweizer Risikokapitalfirmen, herausgegeben. Trotz eines Rückgangs im Jahresvergleich bewegt sich die investierte Summe damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Die Zahl der Investitionen blieb nach einem mehrjährigen Abwärtstrend mit 123 im Jahresvergleich in etwa konstant.
Im Berichtszeitraum waren die Risikokapitalgeber vor allem im Hardware-Sektor aktiv. Hardware-Start-ups stellten mit insgesamt mehr als 324 Millionen Franken einen um über 60 Prozent über der bisherigen Bestmarke liegenden neuen Finanzierungsrekord auf. Als Hintergrund wird in der Mitteilung das gestiegene Interesse von Investoren an DeepTech-Start-ups genannt. Die geförderten Jungunternehmen arbeiten beispielsweise an der Steigerung der Effizienz von Rechenzentren oder im Bereich Raumfahrt.
Unter den Kantonen konnte sich Waadt mit über 330 Millionen Franken investiertem Kapital den Spitzenplatz sichern. In der Mitteilung wird dies auf die Stärke des Kantons im Hardware-Sektor zurückgeführt. So gingen drei der insgesamt vier Hardware-Investments in den Top-10-Runden an Jungunternehmen aus Waadt. Der Kanton Zürich dagegen musste durch ausbleibende grosse Biotech-Investitionen und einem niedrigen Niveau bei Investitionen in ICT-Start-ups Einbussen hinnehmen. ce/hs