(CONNECT) Die steigenden Mieten wie auch die wachsende Zahl von Arbeitsplätzen in den Kernstädten machen Agglomerationsgemeinden schweizweit attraktiv für Familien, die bezahlbaren Wohnraum in Reichweite ihrer Arbeitsplätze suchen. Die Immobilienberatung Wüest Partner mit Sitz in Zürich hat nun für die NZZ eine Rangliste über die attraktivsten Gemeinden mit über 10‘000 Einwohnenden in den Schweizer Agglomerationen angelegt. Dabei betrachtete sie sowohl die Wohnkosten und die Steuerbelastung als auch die Zahl der erreichbaren Arbeitsplätze.
Die ersten zehn Plätze werden fast ausschliesslich von Gemeinden im Limmattal und in der Flughafenregion belegt. Das Limmattal belegt dabei mit Wettingen, Urdorf, Dietikon und Spreitenbach die ersten vier Plätze, mit Schlieren auch Platz neun. Die übrigen Plätze teilen sich Wallisellen, Kloten, Volketswil, Uster im Zürcher Oberland und Opfikon.
Die beiden Erstplatzierten punkten nicht nur mit ihren niedrigen Steuern – 20‘769 Franken für die Beispielfamilie in Wettingen, 21‘330 Franken in Urdorf -, sondern auch mit günstigen Mieten. In Wettingen ist eine Wohnung mit 130 Quadratmetern noch für 2740 Franken zu haben, in Urdorf für 2840 Franken.
Wüest Partner begründet das gute Abschneiden des Limmattals nicht nur mit der Nähe zu Zürich und der guten Anbindung. Einige Gemeinden wie Schlieren haben gezielt Industrieflächen und andere Brachen für Wohnraum umgenutzt. Die Bevölkerung wachse dort am stärksten, wo Bauen zugelassen werde, wird Robert Weinert, Chef Research bei Wüest Partner, im NZZ-Artikel zur Rangliste zitiert. Das Limmattal gehöre dazu.
Der Artikel verhehlt nicht, dass der Zuzug aus der Stadt gerade kleinere Gemeinden vor Herausforderungen stelle, von der Infrastruktur bis zur lokalen Kultur. Aber das Limmattal habe sich an das Wachstum gewöhnt und darauf reagiert. ce/ug