(CONNECT) Innunity Therapeutics kann mit 150'000 Franken von Venture Kick seinen neuen Behandlungsansatz zur Bekämpfung chronischer Entzündungen vorantreiben, die ihren Ursprung im angeborenen Immunsystem haben. Indem die 2026 gegründete und in Schlieren ansässige Ausgliederung der Universität Zürich am Anfang der Entzündungskaskade ansetzt, will sie laut einer Mitteilung Krankheiten behandeln, bei denen heutige Therapien keine oder keine ausreichende Wirkung zeigen. Dazu zählen etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), Multiple Sklerose und der seltener auftretende Morbus Behcet.
Heutige Therapien greifen vorwiegend in nachgelagerte Mechanismen ein und lassen die ursprünglichen Auslöser im angeborenen Immunsystem unberührt. Dadurch sprechen viele Erkrankte nur unzureichend oder mit der Zeit gar nicht mehr auf die Behandlung an oder sie leiden unter schweren Nebenwirkungen. Fast 10 Millionen Menschen sind weltweit allein von CED und Multipler Sklerose betroffen. Viele von ihnen erhalten noch immer keine langfristig wirksame Behandlung.
Innunity entwickelt den oral einzunehmenden Wirkstoff INNU-1. Dieser soll zunächst bei mukokutanem Morbus Behcet getestet werden, einer seltenen entzündlichen Erkrankung, die Haut und Mund betrifft. Bei dieser Indikation lässt sich den Angaben zufolge vergleichsweise schnell feststellen, ob eine Therapie wirkt. Ein klinischer Proof of Concept könnte den Weg zu einer breiten therapeutischen Pipeline ebnen, weil derselbe biologische Signalweg bei mehreren bedeutenden Entzündungskrankheiten eine Rolle spielt.
„Venture Kick hat uns herausgefordert, komplexe Immunologie innerhalb weniger Minuten in einen klaren Business Case zu übersetzen“, wird Mitgründer und CEO Dr. Antonios Katsoulas zitiert. „Das ehrliche und direkte Feedback der Jury hat uns als Unternehmen stärker gemacht. Wir sind dankbar, Teil von Venture Kick zu sein, und die Unterstützung kommt für Innunity genau zum richtigen Zeitpunkt.“ ce/mm