(CONNECT) Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) haben in den Gärten der Stadt Zürich untersucht, wie, wo und wann Insekten Pflanzen bestäuben. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Lebensräume in dicht bebauten Quartieren nicht ausreichen, um Insekten wie Schwebfliegen oder Käfer zu ermöglichen, bestimmte Pflanzen zu bestäuben, heisst es in einer Mitteilung der WSL.
Die Studie zeigt, dass Hummeln und Bienen in allen Gartenformen gute Möglichkeiten zur Nektaraufnahme und zum Bestäuben von Pflanzen finden. Dies gilt ebenso für kleinere Wildbienen. Schwebfliegen und Käfer hingegen waren im Stadtbild weniger zu finden. Als Begründung geben die Forschenden an, dass diesen Insekten der Lebensraum fehlt – so brauchen Schwebfliegen grosse Grünflächen und Käfer ausreichend Totholz, um dort ihre Gelege zu platzieren.
An der Studie nahmen 30 Freiwillige teil, die über 24 Monate an verschiedenen Plätzen in Zürich Insekten gezählt und vermessen haben. Im Ergebnis können sowohl private als auch städtische Entscheidungsträger mit dem Planen von Grünanlagen zur Verbesserung der Lebensräume beitragen. „Wir haben eine erstaunlich grosse Biodiversität in den Städten. Aber es ist wichtig, dass wir sicherstellen, dass jene Grünflächen, die wir haben, geschützt werden“, wird Merin Reji Chacko, Gastwissenschaftlerin an der WSL, in der Mitteilung zitiert. „Dies gilt vor allem, wenn wir Städte nach innen und in die Höhe verdichten, wie es zum Beispiel der Richtplan 2040 der Stadt Zürich vorsieht“. ce/ww