(CONNECT) Die in Schlieren ansässige Molecular Partners AG konzentriert sich laut einer Mitteilung zunehmend auf die Entwicklung radioaktiv markierter Therapeutika auf Basis der unternehmenseigenen DARPin-Technologie. DARPins (Designed Ankyrin Repeat Proteins) sind künstliche Proteine, die Antigene erkennen und binden können. „Das dritte Quartal markierte einen entscheidenden Schritt in der Umwandlung von Molecular Partners in ein reines Radiopharmazeutika-Unternehmen“, wird hierzu CEO Patrick Amstutz zitiert. Er führt „ermutigende“ Daten aus einer klinischen Phase 1/2a-Studie für den Wirkstoffkandidaten MP0712 zur Behandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms als einen Grund für die Entscheidung an.
Die neue Ausrichtung von Molecular Partners hat dazu geführt, dass das Schlieremer Unternehmen das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich über seine Absicht informiert hat, die derzeitige Belegschaft um höchstens 55 Stellen zu reduzieren, was einem Potenzial von bis zu 44 Prozent der Stellen entspricht. Dadurch sollen die Ressourcen und Möglichkeiten von Molecular Partners entsprechend der neuen Ausrichtung zugeschnitten werden. Aktuell laufen Gespräche mit der Belegschaft im entsprechenden rechtlichen Rahmen. Die erwartete Kostenreduzierung soll bis zum zweiten Quartal 2027 realisiert sein.
Molecular Partners weist zudem darauf hin, dass die Liquiditätsposition zum Ende des dritten Quartals 57,5 Millionen Franken beträgt, wodurch die Finanzierung bis Ende 2027 gesichert sein soll. Die kompletten finanziellen Auswirkungen der geplanten Massnahmen seien allerdings im Moment noch nicht abzuschätzen.
Molecular Partners mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich wurde 2004 von Forschenden der Universität Zürich (UZH) gegründet. ce/jh