Neue Kernkraftwerke lohnen sich ohne Subventionen nicht

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(CONNECT) Neue Kernkraftwerke sind im Vergleich mit erneuerbaren Energien unter aktuellen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig. Das zeigt laut einer Mitteilung eine Studie von 19 Expertinnen und Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen. Sie stützen sich auf vier unterschiedliche Modelle.

Die heutigen Baukosten für neue Kernkraftwerke liegen in Europa und den USA aufgrund von Kostenüberschreitungen bei 12‘000 Franken pro Kilowatt installierter Leistung. Damit kann laut drei der vier Modelle neue Kernkraft auch mit staatlichen Subventionen nicht wettbewerbsfähig werden. Bei Baukosten von 8000 Franken pro Kilowatt wären laut zwei von vier Modellen eine installierte Kernkraftleistung von 2 Gigawatt rentabel. Bei 5000 Franken wären je nach Modell 2,6 bis 4,9 Gigawatt rentabel.

„Wettbewerbsfähig wird Kernenergie in der Schweiz allenfalls dann, wenn es den Herstellern gelingt, die Lehren aus diesen Kostenüberschreitungen zu ziehen und die Kosten für die Folgeanlagen auf rund 8000 Franken pro Kilowatt zu begrenzen“, wird Andreas Pautz, Leiter des PSI Center for Nuclear Engineering and Sciences und Professor für Reaktorphysik und Systemverhalten an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, in der Mitteilung zitiert.

Voraussetzung wäre in jedem Fall, dass die neue Kernkraft wie die erneuerbaren Energien subventioniert würde. Ausserdem müsste der Staat die Risiken der Investoren absichern.

Stromimporte im Winter brauchte es auch im Fall neuer Kernkraftwerke. Daher sei ein effizienter Stromhandel mit den Nachbarländern auch mit neuen Kernkraftwerken nötig.

Die Modelle seien zwar unterschiedlich, aber sie wiesen alle in den gleiche Richtung, wird ETH-Professor André Bardow zitiert. „Die Entscheidung für oder gegen Kernkraft ist letztlich eine gesellschaftliche.“ ce/ug

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