(CONNECT) Das Nuklearforum Schweiz hat die Sektion Nuklearmedizin Schweiz gegründet, um die Rahmenbedingungen für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie zu verbessern, die Versorgung mit Radionukliden zu stärken und den Zugang zu neuen Verfahren zu erleichtern. Die Sektion ist als Verein organisiert und vereint Akteure aus Medizin, Industrie, Forschung und Verbänden. Laut Mitteilung löst sie die bisherige Innovationsallianz Nuklearmedizin Schweiz ab „und führt deren Arbeit in einer dauerhaft verankerten Organisation weiter.“ Die Gründungsversammlung fand am 12. Oktober in Olten statt.
Mit der Nuklearmedizin können Krankheiten wie Krebs präzise diagnostiziert und behandelt werden. Die neue Sektion wird sich ab sofort für eine zuverlässige Versorgung mit Radionukliden und Radiopharmazeutika einsetzen und hat es sich zum Ziel gesetzt, regulatorische sowie politische Hürden für die Technologie abzubauen. Die Sektion wird sich unter anderem an dem White Paper der bisherigen Innovationsallianz orientieren, welches Handlungsfelder in Forschung und Entwicklung, Regulierung und Finanzierung sowie bei Infrastruktur und Lieferketten benennt.
Zur Präsidentin der Sektion wurde Konrade von Bremen gewählt. Sie war als Fachärztin für Innere Medizin viele Jahre als CEO bei der SWAN Isotopen AG tätig und verbindet laut Mitteilung medizinische Erfahrung mit umfassenden Kenntnissen der industriellen Seite der Nuklearmedizin. Niklaus Schäfer, Chefarzt und ordentlicher Professor in der Abteilung für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung am Universitätsspital Lausanne (CHUV), wurde zum Vizepräsidenten gewählt. Gründungsmitglied und Teil des Vorstands sind zudem Novartis Pharma Schweiz aus Basel, Molecular Partners aus Schlieren, das in Villigen ansässige Paul Scherrer Institut (PSI), das Kantonsspital Baden (KSB) sowie das Kernkraftwerk Gösgen. Die Sektion steht ausserdem weiteren Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen offen. ce/nta