(CONNECT) Das PSI plant den Bau einer neuen Sammelstelle für radioaktive Abfälle. Die bisherige im Auftrag des Bundes betriebene Anlage auf dem Gelände des PSI müsse nach fast 60 Jahren Einsatz ersetzt werden, informiert das Forschungsinstitut in einer Mitteilung. Die neue Anlage soll auf dem Gelände der bestehenden Sammelstelle realisiert werden. Für die Inbetriebnahme wird 2033 angepeilt.
In der Sammelstelle werden alle Arten ablieferungspflichtiger radioaktiver Abfälle bearbeitet, die in Medizin, Industrie und Forschung anfallen, also ausserhalb der Kernenergie. Das PSI wurde dafür vom Bund mit der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur beauftragt. Die Fachleute des Instituts sind mit der sicheren Bearbeitung und Zwischenlagerung der Abfälle betraut.
Die Realisierung des Neubaus wurde vom PSI Anfang 2023 mit der Einrichtung des Projekts Sammelstelle des Bundes – neues Abfallbehandlungszentrum, SamBA, aufgegleist. Bisher wurden eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und die notwendigen Unterlagen für das Rahmenbewilligungsverfahren erstellt. Sie sind im März dieses Jahres beim Bundesamt für Energie eingereicht worden. Der Abschluss der behördlichen Prüfung und der Entscheid durch Bundesrat und Parlament wird voraussichtlich 2030 erfolgen. ce/hs