Schweizer Waldböden können ganzen See speichern

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An der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) haben Forschende erstmals die Wasserverfügbarkeit für Bäume in Schweizer Waldböden berechnet. Dabei ergibt sich laut Medienmitteilung, dass in den obersten zwei Metern Boden einmal das Volumen des Walensees gespeichert ist. Der Walensee in den Kantonen St.Gallen und Glarus ist gut 15 Kilometer lang und 2 Kilometer breit und hat eine mittlere Tiefe von 103 Metern.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Untersuchungen, wie Pflanzen auf Extremereignisse wie die Trockensommer 2015 und 2018 reagieren. Doch was mit dem Wasserhaushalt im Boden geschah, blieb bisher im Dunkeln. Jetzt konnte das WSL-Forschungsteam mit einem Netzwerk von 44 Bodenfeuchte-Messstationen erstmals die Bodenwasserspeicher im Schweizer Wald abschätzen.

Die Forschenden erstellten ein dynamisches Rechenmodell, das alle Wasserflüsse zwischen Boden, Pflanze und Atmosphäre modellieren kann. „Es kann zeigen, wie sich die Bodenwasserspeicher abhängig vom Wetter und dem Verbrauch durch Pflanzen füllen und leeren“, wird Katrin Meusburger zitiert, Hydrologin an der WSL und Erstautorin eines Fachartikels in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“.

Ein Ziel der Studie war es, den Wasserverbrauch der Bäume in den Trockensommern 2015 und 2018 abzuschätzen. Dabei zeigte sich: die Bäume fuhren ihre Verdunstung bei Trockenheit drastisch zurück, um 23 Prozent im Sommer 2015 und 28 Prozent 2018.

Meusburger möchte das Modell so weiter entwickeln, dass sich künftig Forstleute darüber informieren können, wie gross und wie gefüllt der Bodenwasserspeicher in ihren Wäldern ist. Sie wären gewarnt, wenn ihre Bestände durch Trockenheit geschwächt sind, was Astbrüche, Windwurf bei Sturm und Pilz- oder Insektenbefall zur Folge haben kann. gba 

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