Vernetzte Auengebiete fördern laut WSL-Studie den Artenschutz

Bild von Vernetzte Auengebiete fördern laut WSL-Studie den Artenschutz

Die Wirtschaftsnews werden bereitgestellt von unserem Partner punkt4

Alle Nachrichten von punkt4 Limmatstadt

Auf einen Blick

Limmattaler Firmenwiki mit einem umfassenden Überblick über die Unternehmen in der Region.

Limmattaler Firmenwiki

(CONNECT) Vernetzte Auengebiete haben das Potenzial, dem Rückgang von Auenlandschaften entgegenzuwirken. Das ergibt eine Übersichtsstudie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). In ihren Analysen konnten die Forschenden laut einer Mitteilung Hinweise auf eine besondere Gefährdung der wertvollen Lebensräume feststellen.

Als Basis für künftigen Artenschutz benötigen die regelmässig überschwemmten Landschaften einen besonderen Schutz. Die Forschenden fordern Konzepte zur Vernetzung von Auengebieten als effektiven Artenschutz. „Tiere, Pflanzen und Pilze können keine neuen Lebensräume besiedeln, weil diese zu weit entfernt sind oder fehlen", heisst es. Angesichts der Verluste sei jedes einzelne Gebiet wichtig, man müsse bei der Vernetzung das gesamte Einzugsgebiet einplanen, empfiehlt WSL-Ökologin Sabine Fink. „In der dicht besiedelten Schweiz ist das zentral, weil es unrealistisch wäre, die Flüsse in ihrer ganzen Länge in den Urzustand zurückzuführen. Gleichzeitig muss die Planung längerfristig angelegt werden“, so die Ökologin. 

Laut Studie sind die Ökosysteme vor allem bedroht durch Flussbegradigungen, Bebauungen und Flächenversiegelung sowie von einer intensiven Landwirtschaft mit einhergehender Minimierung von Wiesen und Weiden als potenzielle Rückhalteflächen für Biodiversität. Bereits laufende Projekte zur Revitalisierung und zum Schutz der Auen würden nicht genügen, die rasch fortschreitenden Auswirkungen des Klimawandels aufzufangen. Diese Klimafolgen zeigen sich der Studie zufolge am stärksten in wassernahen Lebensräumen. Dort sei der Fortbestand der bedrohten Ökosysteme durch längere Trockenphasen, sinkende Wasserpegel und Extremhochwasserereignisse bedroht.

Um das künftige Vorkommen der wertvollen Lebensräume abschätzen zu können, haben die Forschenden mit einem ökologischen und einem hydrodynamischen Modell das Artenvorkommen und voraussichtliche Bedingungen in Auen untersucht und miteinander verglichen. Sie gehen davon aus, dass sich Auengebiete als Folge des Klimawandels langfristig verlagern könnten. Heutige Schutzgebiete werden sich in einigen Jahren nicht mehr für Auenarten eignen.

Als Beispiel für eine geglückte Vernetzung führen die Forschenden den Auenschutzpark Aargau an. „Der Park bildet ein Netz aus mehreren Teilgebieten entlang der Flüsse im Kanton, sodass sich Tiere, Pflanzen und Pilze zwischen einzelnen Wasser- oder Landlebensräumen bewegen können“, heisst es. Der Erfolg lasse sich am deutlichen Anstieg der Populationen von Käfern und Amphibien ablesen. ce/heg

Jetzt anmelden
Bild von Vernetzte Auengebiete fördern laut WSL-Studie den Artenschutz

Die Wirtschaftsnews werden bereitgestellt von unserem Partner punkt4

Alle Nachrichten von punkt4 Limmatstadt

Auf einen Blick

Limmattaler Firmenwiki mit einem umfassenden Überblick über die Unternehmen in der Region.

Limmattaler Firmenwiki