Wetterradare können Kollisionen von Vögeln mit Windrädern reduzieren

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(CONNECT) Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat eine Studie geleitet, in welcher untersucht wurde, wie die Zusammenstösse von Vögeln und Windrädern reduziert werden können. Auf dem Festland der USA würden schätzungsweise 140'000 bis 330'000 Vögel pro Jahr mit Windrädern kollidieren, heisst es in einer Mitteilung. Windräder werden bereits heute abgeschaltet, zum Beispiel am Gotthardpass, wenn ein lokaler Radar viele Vögel feststellt. Angesichts von rund 25'000 Windrädern, die in den kommenden Jahren in Europa gebaut werden sollen, haben die Forschenden der WSL nach weiteren Methoden gesucht.

Das Team um WSL-Biodiversitätsforscherin Silke Bauer nutzt daher Wetterradare zur Erfassung der Vogelzüge. Diese Radare messen Niederschlag oder Wolkenintensität – nehmen aber auch Vogelschwärme wahr und decken dabei grosse Flächen ab. Für ihre Studie haben die Forschenden Daten aus Deutschland, Frankreich, Belgien, der Niederlande und aus Luxemburg ausgewertet.

Ihren Erkenntnissen zufolge waren 800 Vögel pro Turbine gefährdet. Auf dieser Basis sind Abschaltszenarien entworfen worden, je eines für den stärksten Vogelzug und für jedes Mal, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. Und ein drittes Szenario führt zu einer Abschaltung, „wenn die Zahl potenzieller Kollisionen pro erzeugbare Kilowattstunde Strom einen definierten Grenzwert  überschritt“. Je nach Zielsetzung beim Vogelschutz konnte das dritte Szenario zu einer Einbusse der Stromproduktion zwischen 1,2 und 7,6 Prozent Strom führen. „Viele Menschen lehnen Windturbinen ab, weil sie glauben, dass diese eine enorme Menge an Vögeln töten“, wird Bauer zitiert. „Ich möchte nachhaltige Energieproduktion und Vogelschutz vereinbaren und aufzeigen, dass es Strategien gibt, um die Zahl gefährdeter Vögel zu reduzieren.“ ce/jh

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